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Grundlos?

Setzt den Blick gen Nord, 

warum? Für Jene, welche es nicht wissen, 

Nord ist die Hoffnung!

Kalt der Stahl in seiner Hand, 

Schwarz das eisenere Instrument der Zerstörung.

Fort, nur fort will er sein,

weg von all dem, all jenem, all welchem, 

Das und Dieses er fürchtet und dem er die Flucht vorzieht!

Schmerz, nein Gefühl, schlichtes Gefühl in der tauben, tristen

unbestimmten und zwisten

strittigkeit seiner Seele. 

Fürchtet es, dieses Aufkeimen, dieser Stich. 

Setzt sie an, die Instrumentalisierte, 

Der Finger, der Zeigende, wie sich versteht,

er krümmt sich. Langsam, qualvoll, bewusst, unnachgiebig!

Die Waffe, so scheint es, wird sie benannt, 

lößt sich ein Schuss? Kein Schuss? Der Schuss? Welcher Schuss?

Geladen war sie nicht. Niemals. Warum? Wozu? 

Dient es einem Zweck oder ist es mehr der Gedanke? 

Das Abschließen, das Abschießen. Das Feuern und Bedauern. 

Nein. 

Leer war und ist die Kammer, immerdar.

Mehr ein Gedanke, der Absatz, setzt sie an, und nimmt sie ab.

Ganz nach Laune, doch ist bewusst sich der Gewissheit seiner selbst, Schmwerz zu betäuben vermag nur die Zuversicht! 

Drum drückt er ab, die Kammer bleibt leer, der Verstand

ihm erhalten, so wie sein Manifest,

Den Blick stet gen Norden, 

 

 

5.12.09 00:04


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Grauer Schleier

Des Morgens, verschleiert und trunken,

dem Strahlen der Sonne,

nachtastend den Blick gen Himmel

suche Antrieb, ab von Trägheit,

ab von tristem Nichts,

Schlaf fällt ab, Lider fahren herauf, 

Hoffnung schwelgend, 

Sinne orientieren sich an Erinnerungen, 

greifen fest in ihrem Trott,

Sonne scheint, die Luft streicht das Gesicht

doch Licht ist dort nicht

neuer Tag, alte Leier,

hinter dem Blick, tief im Verstand,

hält sich der graue Schleier

 

 

21.5.09 23:17


Einer zum warmwerden

Ja, und da isser. Der erste Blog. Was schreibt man in einen Blog und was ist Blog für ein Wort? Blog, klingt eine sehr schleimige Rasse aus dem Star Wars Universum. Viel mit Medichlorian werden die wohl nicht zu tun haben.

Bleiben wir aber beim Thema. Wenn ich mit etwas wirklich umfangreich in meinem Leben konfrontiert wurde und wahrscheinlich auch weiterhin werde, dann ist das der Wirrsinn menschlicher Existenz und die vielfältigen Auswüchse deren Darstellung.

Man stelle sich vor, als ich vor einigen Jahren, nach Abschliessen meiner schulischen Ausbildung endlich einen Beruf ergriff und voller Ehrgeiz in die Lehre startete, lies mich meine Mutter mit Anlauf vor eine stachelbewehrte Wand aus Stahlbeton rennen und warf mir vor, ich würde sie um das Geld bringen, dass das Wohngeldamt für mich berechnen würde, wenn ich nicht arbeitete. Kaum später warf sie mir bei meinem Auszug vor, ich wäre verantwortlich dafür, dass sie auf einem Berg Schulden zurück bliebe. Warum? Nunja, das liegt doch auf der Hand! Für die Verantwortung geboren zu sein, müssen wir uns nun einmal als potente Geldquelle offerieren und unseren Erzeugern den Ruhestand sichern. Es liegt nicht im Aufgabenbereich anderer, sich um ihr Leben zu kümmern, das geht an den nächst Fähigen über. Oder Willigen, das nehmen viele nicht so genau

Jetzt steht mir selbiges mit meinem Dad vor, weil ich eine Weile dessen Immobilie mietete um mit gewisser Sicherheit in das Berufsleben als Junggeselle einzusteigen. Beim Frühstückskaffee präsentierte er mit einem goldigen Lächeln den Spruch "Was du tust hat wenigstens Hand und Fuss, du nimmst den beinahe finanziellen Ruin deines Vaters in Kauf um selbstständig zu werden" .. unerwähnt muss sein, dass seine berufliche Stellung in einem großen Ledersessel die Plazierung findet und sein Lebensstandart zwei Urlaube im Jahr ebenso wie eine bald familiäre Bindung zum Paketlieferanten vor Ort erlaubt. Ebenso nichtig ist die Tatsache, dass das Lächeln keineswegs Ironie einleiten sollte, sondern die offene Wahrheit unterstreichen wollte, die mir gewahr werden sollte. Offensichtlich sollte sein, ich würde das Leben anderer aus den Fugen reissen und über meine Kompetenzen hinaus agieren, wenn ich zu vertraglicher Vorlaufzeit plus ein Monat für die Neuausrichtung, meine Familie verliesse.

Sicher ist mein Beispiel nicht bezeichnend für alle, wahrscheinlich nicht einmal für viele Familien, doch sollten wir uns dennoch fragen, wo die Werte in unserer Gesellschaft geblieben sind.

Wenn die Bindung zu anderen Menschen auf den Nutzen, die Wertigkeit fixiert wird. Wenn wir uns nur allzu weltoffen und pseudoliberal geben, mit beiden Augen aber stier auf unser Ego stieren, wie kann dabei das zum Vorschein kommen, was den Mensch angeblich von allen Schöpfungen unterscheidet? Das Bewustsein, das Empfinden, das Mitfühlen und die Bindung untereinander über reine Triebe hinaus.  

Ich für meinen Teil vermisse zusehends das, was für mich in jungen Jahren das wichtigste auf der Welt gewesen war. Ein guter Mensch zu sein. Werte zu prägen und über das eigene Wohl hinaus, das Wohl anderer in mein Wirken einzubinden. Kapitalismus ist ein funktionierendes konzept, aber müssen wir es auf zwischenmenschliche Beziehungen übertragen? 

Wir werden ohne Frage dieses Thema vertiefen, doch werde ich zu diesem Zeitpunkt präferieren, voller Enthusiasmus ins Wochenende zu starten. Gehabt euch wohl. 

 

15.5.09 15:32





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